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Ratgeber

7 Fehler bei der Solaranlage vermeiden - bevor du kaufst

Überdimensionierung, unklare Angebote, falscher Wechselrichter, verpasste Förderungen: die häufigsten Fallen bei der Solarinstallation in Europa - und wie man sie leicht umgeht.

Das SolarVersus-Team3 Min. Lesezeit

Eine Solaranlage ist in der Regel eine kluge Entscheidung - sowohl finanziell als auch für die Umwelt. Aber wie bei jedem Hausprojekt können einige klassische Fehler die Kosten in die Höhe treiben oder zu Enttäuschungen führen. Hier sind die 7 Fallen, die es zu vermeiden gilt, und wie man jede einzelne umgeht.

1. Verbrauch nicht analysieren, bevor man dimensioniert

Der häufigste Fehler: eine Anlage bestellen, ohne zuvor die Zählerstandsdaten zu prüfen. Dabei ist das die Grundlage von allem.

Was stattdessen tun: Hol dir die letzten 12 Monate deines Verbrauchs (das Online-Portal deines Energieversorgers zeigt ihn normalerweise an). Ermittle, wann du Strom verbrauchst - tagsüber oder hauptsächlich abends. Eine Solaranlage ohne Batterie bringt dir wenig, wenn das Haus den ganzen Tag leer ist.

Eine 3-kWp-Anlage entspricht in etwa einem Jahresverbrauch von 3.000 bis 4.000 kWh. Ein typischer europäischer Haushalt verbraucht zwischen 3.500 und 8.000 kWh pro Jahr.

2. Überdimensionierung ohne Speicherplanung

Tagsüber viel mehr zu produzieren als zu verbrauchen, ohne Batterie, bedeutet in der Regel, den Überschuss zu einem niedrigen Einspeisevergütungssatz ins Netz abzugeben - weit unter dem Einzelhandelspreis, den man durch Eigenverbrauch vermeiden würde.

Die einfache Regel: Dimensioniere deine Anlage so, dass sie 70 bis 90 % deines Tagesverbrauchs deckt - nicht mehr. Füge eine Batterie hinzu, wenn du den Eigenverbrauch weiter steigern möchtest.

3. Nur nach dem Preis entscheiden

Es ist die natürliche Versuchung: den günstigsten Installateur oder das Schnäppchen-Modul wählen. Aber über 25 Jahre kann diese Rechnung gegen dich arbeiten.

Ein Modul mit 10 Jahren Garantie, das pro Jahr 2 % seiner Leistung verliert, kann langfristig viel teurer sein als ein Premiummodell mit 25 Jahren Garantie, das nur um 0,4 % pro Jahr degradiert.

Frag immer nach den Kosten pro kWh über 25 Jahre, nicht nur nach dem Kaufpreis. Das ist die einzige Zahl, die die Amortisationszeit wirklich bestimmt.

4. Ausrichtung und Verschattung ignorieren

Selbst das beste Modul auf dem Markt wird sehr wenig produzieren, wenn dein Dach genau nach Norden ausgerichtet ist oder ein Baum oder ein Schornstein es einen Teil des Tages beschattet.

Zwei Dinge prüfen:

  • Die Ausrichtung der Zieldachfläche (Südausrichtung ist ideal, Ost oder West ist akzeptabel, Nord am besten vermeiden)
  • Wurfschatten: simuliere sie rund um die Tag-Nacht-Gleichen (März, September) und im Winter, wenn die Sonne tief steht

Wo partielle Verschattung unvermeidlich ist, sollte man Leistungsoptimierer (SolarEdge, Tigo) in Betracht ziehen, um den Einfluss zu begrenzen.

5. Verfügbare Förderungen vergessen

Förderprogramme existieren und können mehrere Tausend Euro wert sein. Verpasse sie nicht.

Informiere dich je nach Land über:

  • Eigenverbrauchs- oder Einspeiseprämien des Netzbetreibers oder Versorgers
  • Reduzierte Mehrwertsteuer auf qualifizierte Wohninstallationen
  • Kommunale und regionale Zuschüsse deiner Gemeinde oder Region
  • Energiesparzertifikatsprogramme, oft über den Installateur verhandelt

Prüf die Regeln bevor du ein Angebot unterzeichnest: Einige Förderungen haben strenge Förderbedingungen.

6. Angebote vergleichen, die nicht vergleichbar sind

Du erhältst drei Angebote und eines ist 30 % günstiger als die anderen. Vorsicht. Angebote vergleichen nicht immer dasselbe.

Was ein vollständiges Angebot enthalten sollte:

  • Die genaue Marke und das Modell der Module (mit Datenblätter)
  • Marke und Modell des Wechselrichters
  • Herstellergarantien und Handwerkergarantie des Installateurs
  • Netzanschluss und administrative Schritte
  • Produktionsmonitoring

Hol dir mindestens drei Angebote von zertifizierten Installateuren.

7. Den Wechselrichter unterschätzen

Module stehen im Mittelpunkt von Vergleichen, aber der Wechselrichter ist das Herz der Anlage. Er wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um und steuert die gesamte Produktion.

Ein schlechter Wechselrichter kann die Leistung um 5 bis 10 % reduzieren und lange vor den Modulen ausfallen. Halte dich an bewährte Marken: Enphase, SMA, Fronius, SolarEdge.

Tipp: Bei Dächern mit Verschattung oder Modulen auf mehreren Flächen übertreffen Mikrowechselrichter (einer pro Modul) oft einen zentralen String-Wechselrichter.

Weiterführendes

Bevor du etwas unterzeichnest, nimm dir Zeit, die Module, die dich interessieren, in unserem Vergleichstool zu vergleichen: Wirkungsgrad, Garantien, Temperaturkoeffizient - alles ist dort.

Und wenn du eine strukturierte Auswahlmethode möchtest, führt dich unser vollständiger Kaufratgeber Schritt für Schritt durch den Prozess.

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Nutze unseren Vergleich, um das Modul zu finden, das zu deinem Dach, Budget und Standort passt.

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